Senf, ein scharfer Fitmacher

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Auf den ersten Blick haben sie nichts gemein: Almased ist eine hochwertige Vitalkost und Senf vielfach als Beilage zu Speisen bekannt, die nicht unbedingt zu den Highlights gesunder Ernährung zählen. Doch bei näherem Hinschauen fallen Übereinstimmungen auf. Denn auch Senf gilt als ausgesprochen gesund, soll ernsten Erkrankungen vorbeugen und nach einer neueren Studie sogar zu mehr Kraft verhelfen. Da springen die Analogien mit Almased ins Auge: Beide Nahrungsmittel fördern das Wohlbefinden und Almased verhindert mit seinem hohen Anteil an hochwertigem pflanzlichen Eiweiß, dass eine Kalorien-Reduktionsdiät statt Fett Muskeln abbaut.

Tatsächlich kam kürzlich eine Studie der US-Universität von North Carolina zu dem Ergebnis, dass Senf einen ähnlichen Effekt wie Anabolika haben soll – allerdings ohne deren Nachteile. Als verantwortlich dafür sehen die Wissenschaftler die Steroide in der Senfpflanze an, eine Gruppe von Substanzen, die im Organismus von Menschen, Tieren und auch Pflanzen wichtige Funktionen wahrnehmen, vergleichbar denen von Hormonen oder Vitaminen. Die Steroide im Senf haben laut der US-Studie Wirkungen, die jenen anaboler Steroide ähneln sollen, die als Mittel zum Muskelaufbau bekannt sind. Nach den Erkenntnissen der US-Forscher lässt Senf aber nicht nur die „Muskeln wachsen“, sondern steigert auch insgesamt die Leistungsfähigkeit.

Das war den Chinesen vor 3.000 Jahren sicher ebenso wenig bekannt wie den Ägyptern zur Zeit der Pharaonen. Dennoch wurde in beiden frühen Hochkulturen Senf schon als Würze zu Speisen gleichermaßen geschätzt wie als Heilmittel. In Gräbern entdeckten Ägyptologen Senfkörner als Opferbeigaben. Um 300 v. Chr. wurde Senf auch in Indien als Gewürzpflanze angebaut. Die Römer und Griechen der Antike schätzten Senf ebenfalls als Gewürz- und Heilpflanze gleichermaßen. So berichtete 78 n. Chr. der griechische Arzt Pedanios Dioskurides von der heilenden Wirkung des „sinepi“. Das erste überlieferte Rezept für die Zubereitung von Senf stammt aus dem 4. Jahrhundert n. Chr.: Dabei wurden zerstoßene Senfkörner mit Honig, Olivenöl und Essig vermischt.

Die Römer brachten den Senf dann mit nach Mitteleuropa, wo er ebenfalls schnell Freunde fand. Zur zügigen Verbreitung des Senfs in Europa trug auch bei, dass Karl der Große im Jahre 705 den Senfanbau in Deutschland „von ganz oben“ anordnete. Von dem französischen König Ludwig XI., mit dem Beinamen „der Kluge“, wird wiederum erzählt, dass er stets ein Senftöpfchen bei sich geführt haben soll, um nicht bei Senf-aversen „Barbaren“ darauf verzichten zu müssen. Im 14. Jahrhundert waren es dann die Herzöge von Burgund, die strenge Qualitätsrichtlinien für Senf erließen. Damit bereiteten sie dem Aufstieg der Stadt Dijon zur französischen Senfmetropole den Weg. Der französische Sonnenkönig Ludwig XIV. gab dem Senf sogar ein eigenes Wappen und die Leibspeise des deutschen Reichskanzlers Otto von Bismarck sollen Frankfurter Würstchen mit Senf gewesen sein.
Aus den herrschaftlichen Häusern gelangte der Senf im Laufe der Zeit auch auf die Teller der Bürger und im Jahr 1726 wurde in Düsseldorf die erste deutsche Senffabrik gegründet.

Für die gesundheitlichen Vorteile des Senfs sorgen insbesondere die darin enthaltenen ätherischen Öle: Sie regen den Darm an, wirken entzündungshemmend und antibakteriell. Den Senfölen wird zudem eine krebshemmende Wirkung zugeschrieben. Dafür gilt: je schärfer, desto besser! Außerdem soll Senf die Produktion von Magensaft anregen, sich positiv auf den Blutdruck auswirken und das Wachstum von Bakterien, Pilzen und Viren hemmen.

Und dann wäre da ja noch die förderliche Wirkung von Senf auf das Muskelwachstum: In ihrer Untersuchung stellten die US-amerikanischen Wissenschaftler tatsächlich fest, dass die im Senf enthaltenden Steroide die Muskelfasern anregten. Deren Größe und Anzahl nahm nachweislich zu. Zudem verringerte sich der Körperfettanteil der Versuchstiere. Ausgehend von den Ergebnissen der Studie sind die Forscher nun zuversichtlich, die Vorteile der Steroidverbindungen des Senfs eines Tages auch beim Menschen als effektives und natürliches Mittel gegen alters- oder krankheitsbedingten Muskelabbau nachweisen zu können – sowie zur allgemeinen Verbesserung der Ausdauer und physischen Leistungsfähigkeit. Damit passt Senf gut zu der Almased-Vitalkost, die ebenfalls der Steigerung der körperlichen Fitness und Abwehr von ernährungsbedingten Erkrankungen dient.

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