Wie man mit Buchstaben malen fröhlich abnimmt: Bokwa

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Auch bei den Fitnesssportarten gibt es keinen Stillstand. Wie geistreich, denkt sich jetzt manch eine(r). Doch es ist tatsächlich so. Kaum hat sich ein Trendsport etabliert, wird er bereits von seinem Nachfolger abgelöst. Das gilt ganz besonders für den Bereich der sogenannten Fatburner: Auf die Fitnessgymnastik Tae Bo, die Elemente aus asiatischen Kampfsportarten wie Karate, Taekwondo oder Kickboxen mit Aerobic bei meist schneller Musik kombiniert, folgte mit Zumba eine Mischung aus Aerobic und insbesondere lateinamerikanischen Tanzelementen. Und jetzt erobert Bokwa die Gemeinde der Fitnessjünger und Abnehmwilligen. Bei einem einstündigen Bokwa-Workout sollen, je nach Intensität, bis zu 1200 Kalorien verbrannt werden. Und das ohne dafür besondere körperliche Voraussetzungen mitbringen zu müssen. Man sollte lediglich zählen und buchstabieren können.

Wie das? Weil man bei Bokwa nach Buchstaben und Zahlen tanzt. Genauer gesagt, es werden Zahlen und Buchstaben nachgetanzt, die von dem Bokwa-Coach vorgegeben werden. Also ist keine starre Choreografie mit Schritte zählen gefordert. Vielmehr vollzieht der Bokwa-Tänzer mit seinen Bewegungen Buchstaben und Ziffern auf dem Boden oder in der Luft nach – zu aktueller Musik aus den Charts. Deshalb ist Bokwa auch für jeden schnell zu erlernen, weil man sich die vom Trainer geforderten Tanzschritte so leicht vorstellen kann. Wer wüsste nicht etwa ein O als Bewegung nachzuvollziehen, oder ein T, oder schwieriger ein i, bei dem ein Bein das den i-Strich in die Luft „schreibt“ und der i-Punkt mit der Hand obenauf gesetzt wird? Tatsächlich erlernt werden muss anfangs nur ein Grundschritt.

Die Bewegungen beim Bokwa setzen sich aus einer Kombination des afrikanischen Tanzes Kwaito und Elementen der Kampfsportarten Kickboxen bzw. Capoeira zusammen. Daher „Bo“-xen und „kwa“-ito. Eingefallen ist diese Verknüpfung einem US-Fitnesstrainer, der eine Sportform entwickeln wollte, bei der sich die Freude am Tanzen mit einem intensiven Workout zu einem effektiven Kalorien-Killer verbindet. Das scheint ihm gelungen, wie die wachsende Zahl der Bokwa-Interessierten in den Fitnessstudios, aber auch den Tanzschulen nahelegt.

Zu dem neuen Bokwa-Boom dürfte auch beitragen, dass jeder das Tempo seines Trainings oder Tanzes selbst bestimmen kann. Man gibt sich der Musik individuell hin. Vorgegeben werden vom Trainer lediglich die zu tanzenden Buchstaben und Zahlen. Und auch die Intensität des Trainings ist jedermanns eigene Entscheidung. Damit dürfte auch das andere Ziel von Bokwa-Erfinder Paul Mavi, ein Fitness-Programm mit einem großen Cardio-Trainings- und Fettverbrennungseffekt zu kreieren, das zugleich einen hohen Fun-Faktor aufweist sowie für Jung und Alt, Trainierte und Untrainierte geeignet ist, erreicht sein.

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