SUP – effektives Ganzkörpertraining mit Spaß

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Hawaii, Kalifornien, Australien, Traumstrände, meterhohe Wellen, Adrenalinkick pur – das sind die klassischen Assoziationen beim Thema Surfen. Doch das Vergnügen, mit dem Board übers Wasser zu gleiten, kann man sich inzwischen auch auf windarmen deutschen Binnengewässern gönnen. Dabei wird dann zwar nicht spektakulär die ultimative Welle abgeritten, doch dafür verschafft man sich ein effektives Ganzkörpertraining vom Feinsten, in der Natur und mit viel Spaß: beim „Stand Up Paddling“, oder kurz SUP, wie es bei den Eingeweihten heißt.

Die neue Trendsportart für den Sommer kommt – sozusagen standesgemäß – aus den USA, genauer gesagt aus dem Surfer-Paradies Hawaii. Den auffälligen und Namen gebenden Unterschied zum bekannten Wellenreiten macht das Paddel aus, das beim SUP zum Einsatz kommt. Jene Surfer stehen auf dem Brett und bewegen sich mithilfe des Paddels und der eigenen Körperkraft vorwärts. Für diese Bewegung werden nicht nur die Muskelgruppen des Oberkörpers beansprucht, also Schultern, Rücken und Bauch. Allein um das Gleichgewicht auf dem Brett zu halten, ist jeder Muskel des Körpers gefordert.

Damit sind wir auch gleich bei der größten Schwierigkeit, mit der sich der „Stand Up Paddling“-Rookie konfrontiert sieht. Denn bis man so sicher auf dem Surfbrett stehen kann, um mit der Paddelbewegung zu beginnen, bedarf es etwas Übung. Doch auch die ersten Versuche im Knien, zu denen auch der wassersporttypische Besuch des Wassers gehört, machen schon viel Vergnügen. Das stellt sich dann erst recht ein, wenn man mit kräftigen, wechselseitigen Zügen am Paddel stehend über das Gewässer gleitet.

Wie geeignet SUP als Ganzkörpertraining ist, machte ein Hamburger Sportstudent im Rahmen seiner Examensarbeit deutlich. Er verglich zwei Gruppen von Sporttreibenden: die eine frönte dem „Stand Up Paddling“, während die andere mit dem gleichen Zeitaufwand im Studio an ihrem Körper arbeitete. Fazit: Die Steh-Paddler trainierten ihre Muskulatur effektiver, hatten den deutlich größeren Kraftzuwachs als die Probanden im Fitnesscenter. Daraus folgert der Verfasser der Studie, dass das SUP sozusagen spielerisch den höheren Trainingseffekt habe. Was will man mehr?

An diesen Beitrag zum Wohlbefinden dachten die Polynesier, die sich schon vor Jahrhunderten in ihren Kanus stehend paddelnd auf dem Wasser fortbewegten, ganz sicher nicht. Ihnen ging es vor allem darum, möglichst schnell von einem Punkt zum anderen zu gelangen. Das soll auch der Grund sein, warum selbst Profisurfer immer wieder mit einem Stechpaddel auf dem Board gesichtet werden: Sie verbinden die zielgerichtete Fortbewegung mit einem sehr wirkungsvollen Ganzkörpertraining.

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