Seilspringen für die Fitness und gegen überflüssige Pfunde

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Früher galt Seilspringen unter vielen Jungs als ein Zeitvertreib für Mädchen, während man selbst dem edlen Männersport Fußball frönte. Diese Einstellung änderte sich spätestens, als in Filmen wie „Rocky“ zu sehen war, dass Seilspringen zum Standardtraining gestandener Boxer gehört, um die Ausdauer und die Schnelligkeit der Füße zu verbessern – also für das Tänzeln im Ring, getreu dem Motto des unvergleichlichen Muhammad Ali: „Schwebe wie ein Schmetterling, stich wie eine Biene“. Mit diesen Worten beschrieb der „Größte“ seinen ebenso leichtfüßigen wie eleganten Kampfstil.

Heute heißt Seilspringen zeitgemäß Rope Skipping und hat sich als perfektes Fitnesstraining ebenso etabliert wie als ausgezeichnete Methode zum Abnehmen. Denn hierfür gilt die Formel: Zehn Minuten Skipping sind zur Stärkung von Herz und Kreislauf in etwa so wirkungsvoll wie 30 Minuten Joggen. Das Seilspringen ist damit dreimal so effektiv wie das Laufen, bedarf keiner großen Vorbereitung oder Ausrüstung und lässt sich ganz einfach sowohl drinnen als auch draußen ausführen.

Ganz einfach? Tatsächlich ist das Rope Skipping nichts anders, als die Bewegung, die viele von uns in der Kindheit „aus dem Handgelenk“ vollführt haben: Man hält ein Seil in beiden Händen und schwingt es über den Kopf und um den Körper. Dabei springt man im richtigen Moment über das Seil, wenn es an den Füßen ankommt. Hört sich total simpel an, ist es im Prinzip auch und stellt für Kinder meist kein Problem dar. Für Erwachsene kann es jedoch anfangs etwas schwieriger sein, sich mit dem gesamten Körper auf den Rhythmus des schwingenden Seils einzustellen und nicht darin zu verheddern. Und, was uns als Kind ebenfalls nicht auffiel: Das Seilspringen verlangt nach einer guten Kondition. Deshalb kommen viele Skipping-Anfänger erst einmal schnell außer Puste und ins Schwitzen.

Aha, denken an der Stelle die erfahreneren Wohlbefinden-Sportler, deshalb der Abnehmeffekt. Genau richtig, beim Seilspringen werden bis zu 250 Kalorien in 15 Minuten verbrannt, erklären die Sportmediziner. Gleichzeitig trainiert das Rope Skipping Kraft, Ausdauer und Koordination. Wer regelmäßig seilspringt, tut also viel für seine Gesundheit, seine Fitness und seine Figur. Und hat auch noch Spaß dabei! Also ran ans Seil …

Doch auch bei diesem an sich perfekten Training sollten einige wenige Vorsichtsaspekte beachtet werden, damit sich die positive Absicht nicht am Ende negativ auswirkt. Denn das Seilspringen belastet Füße und Sprunggelenke. Deshalb empfiehlt es sich, beim Skipping bequem gepolsterte Sportschuhe zu tragen, die möglichst auch guten Halt geben. Zudem sollte der Untergrund beim Training besser weich sein. So lassen sich die Gelenke am besten vor zu hohen Belastungen schützen. Damit man nach einigem Training tatsächlich leicht wie ein Schmetterling über das Seil tanzen kann.

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