Piloxing – oder wie man Kalorien niederschlägt

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Warst du schon beim Piloxing? Diese Frage dürfte immer noch ab und an eine gewisse Verwirrung auslösen, obwohl es dabei um ein derzeit ungemein trendiges Fitness-Konzept geht. Und eines, mit dem sich sehr erfolgreich überflüssigen Pfunden zu Leibe rücken und der ganze Körper effektiv trainieren lässt. Kein Wunder also, dass auch in Hollywood das Piloxing-Fieber grassiert. Doch der Reihe nach …

Piloxing ist eine der inzwischen so beliebten sogenannten Cross-over-Sportarten, in diesem Fall eine Kombination aus Pilates, Boxen und Tanzelementen. Erfunden wurde dieses Work-out – welche Überraschung – von einer schwedischen Profi-Tänzerin, Pilates-Trainerin und Amateur-Boxerin, deren Ziel es war, in ihrem Sportstudio in Los Angeles speziell Frauen nicht nur körperliche, sondern auch mentale Stärke zu vermitteln. Das brachte sie auf die Idee, Elemente des Box-Trainings mit Übungen zur Verbesserung der Ausdauer und Beweglichkeit zu verknüpfen. So entstand das Piloxing.

Das Besondere an diesem Sport-Konzept ist, dass dabei nicht nur die großen Muskelgruppen, sondern durch den Pilates-Einfluss auch die kleineren, tiefer liegenden und meist schwächer ausgebildeten Muskeln aufgebaut und gekräftigt werden. Das verbessert die ganze Körperhaltung, beugt aber auch typischen Beschwerden im Alltag vor: wie etwa Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfälle und grundsätzlich eingeschränkter Beweglichkeit. Deshalb eignet sich Piloxing auch ausgezeichnet, um altersbedingten Problemen entgegenzuwirken. Denn mit zunehmenden Jahren machen sich vielfach insbesondere zu schwache kleinere und tiefer liegende Muskeln, die meist auch beim „normalen“ Krafttraining nicht effektiv gefordert werden, negativ in Form von Beweglichkeitseinschränkungen bemerkbar.

Auch wenn beim Piloxing die Box-Elemente unübersehbar sind, weil die Trainierenden in die Luft schlagen und auch kicken, was das Zeug hält, handelt es sich jedoch nicht um eine Kampfsportart. Zwar tragen die Teilnehmer eine Art von Boxhandschuhen, doch die dienen vor allem der Aufnahme von leichten Gewichten, um den Trainingseffekt zu erhöhen. Es wird also nicht gegeneinander gekämpft. Dennoch lässt sich auch beim Piloxing wunderbar Dampf ablassen, wenn man sich an einem unsichtbaren Gegner abarbeitet und dabei Stress abbaut.

Frauen sollen so ein „schlankes, sexy und kraftvolles“ Selbstbild erreichen, verspricht die Erfinderin dieses Trainingsprogramms. Warum nicht auch Männer? Letztlich profitieren alle Trainierenden von dieser neuen Cross-over-Sportart, die nicht nur Muskeln stärkt, die Haltung strafft und Kondition aufbaut. Piloxing wirkt sich ebenfalls positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus und soll pro Stunde bis zu 600 Kilokalorien (kcal) verbrennen.

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