Longboard: Fitness und Entspannung beim Surfen in der City

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Nicht jeder, der gern surft, hat auch immer das passende Gewässer parat. Ist deshalb Verzicht auf den geliebten Sport angesagt? Mitnichten! Denn es gibt ja das Longboard, mit dem sich auch auf Asphalt wunderbar surfen lässt. Das macht Laune, entspannt, und trainiert ganz nebenbei auch noch die Ausdauer.

Im Prinzip ist ein Longboard ein Skateboard in lang. Genauer gesagt zwischen 80 und 150 Zentimeter. Dabei ist die passende Länge abhängig von der Statur und dem Gewicht des City-Surfers. Grundsätzlich gilt: Je größer der Sportler, desto länger sollte auch sein Longboard sein. Wer schwerer ist, kommt in der Regel mit breiteren und dickeren Brettern besser zurecht. Weitergehende Tipps für das passende Board gibt es im Fachgeschäft des Vertrauens oder – wie üblich – im Internet.

Seinen Zug um die Welt trat das Longboard, ebenso wie das Skateboard, von Hawaii aus an. Dort bauten sich die Surfer ihre ersten Trockentrainer in den 50er Jahre, indem sie Rollen an Achsen unter ihre Bretter schraubten. Und ab ging es zum Surftraining an Land auf dem rollenden Brett, wenn es auf dem Meer gerade nicht passte. So kam das Longboarden auf, das hierzulande unter dem eher spießigen Begriff „Bürgersteig surfen“ seinen Anfang nahm.

Doch seitdem hat sich herumgesprochen, dass das Straßensurfen auf dem Longboard ebenfalls eine Menge Spaß bereitet – echtes Surf-Feeling inklusive. Man kann das Longboard auch ganz praktisch dazu benutzen, um längere Strecken entspannt cruisend zurückzulegen. Und nicht zu vergessen: Der Asphalt-Surfer trainiert seine Fitness, tut etwas für seine Figur und sein Wohlbefinden. Kein Wunder also, dass das Longboard in den zurückliegenden Jahren richtig trendy wurde.

Wer es noch nicht probiert hat, hier einige Tipps für den Anfang: Wichtiger als ein ultramodernes, teures Board ist eine gute Schutzausrüstung. Dazu sollten immer ein Sturzhelm sowie Hand-, Ellenbogen- und Kniegelenkschoner gehören. Sinnvoll ist auch, auf festes Schuhwerk zu achten, damit man auf dem Brett rutschfest und sicher steht. So ausgerüstet sucht man sich dann eine verkehrsarme Straße, einen nicht so frequentierten Radweg oder eine breite Fußgängerpromenade, und los geht‘s. Später, mit mehr Sicherheit auf dem Board, kann man sich dann abschüssige oder gar bergige Strecken vornehmen, um diese mit Tempo zu bewältigen.

Ansonsten bewegt sich der City-Surfer eher gleitend vorwärts oder indem er sich „pusht“, ähnlich wie ein Rollerfahrer. Dieses Schwungholen mit dem Fuß ist es denn auch, das auf Dauer und insbesondere bei längeren Ausfahrten die Ausdauer trainiert. Und noch etwas spricht für das Longboard: Es sicher und geschickt zu bewegen, lässt sich in der Regel deutlich schneller und einfacher erlernen als beim Skaten.

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