Handgriffe fürs ganzheitliche Wohlbefinden

Gegen die negativen Folgeerscheinungen des Stress und der Hektik in unserem modernen Leben hilft besonders gut eine der ältesten gesundheitlichen Anwendungen überhaupt: die Massage. Diese Therapieform kannten bereits die Ägypter, Chinesen, Griechen, Inder und Römer vor mehr als tausend Jahren. Es gab damals schon vielfältige Massagetechniken, denen jedoch überall eins gemeinsam war: sie galten als anerkannte Heilmittel.

In Europa bahnte vor allem der schwedische Dichter, Autor und Gymnastiklehrer Per Henrik Ling im 19. Jahrhundert der klassischen Massage, wie wir sie heute kennen, den Weg. In Lings Anleitungen zur Körperertüchtigung fanden sich Handgriffe, die den heute bekannten fünf Handgriffen der Massage ähneln. Darauf aufbauend entwickelte unter anderen der deutsche Chirurg und Orthopäde Albert Hoffa die „Technik der Massage“. Damit war die bekannte klassische Massage geboren, die auch heute noch als „Schwedische Massage“ bezeichnet wird.

Heute werden zahlreiche verschiedene Massageformen angeboten: Die westlichen Techniken – wie die die klassische oder schwedische Massage, die Bürstenmassage, die Unterwassermassage, die Reflexzonenmassage oder die Lymphdrainage – dienen hauptsächlich therapeutischen Zielen. Sie sollen zum Beispiel gegen Muskelverspannungen oder Schmerzen helfen sowie zur Stärkung von Haut und Bindegewebe beitragen. Bei den östlichen Massagetechniken stehen die Energiebahnen des menschlichen Körpers im Mittelpunkt. Hier geht es weniger um Behandlungen des Bewegungsapparats, als vielmehr um einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem die Auflösung von Verspannungen den Energiefluss im Körper harmonisieren und so zu körperlicher und seelischer Ausgeglichenheit  führen soll. Dieser Grundgedanke wohnt bekannten Techniken wie der Ayurveda-Massage, der Akupressur, Shiatsu und der Thai-Massage inne.

Doch gleich für welche Massageform man sich entscheidet – ihre Ziele und Wirkung sind nahezu identisch: sie bringen ganzheitliches Wohlbefinden für Körper und Seele. Dazu gehören Regeneration und Entspannung, Lockerung und Belebung der Muskulatur, Stärkung des Bindegewebes und nicht zuletzt die Stimulierung der Selbstheilungskräfte des Körpers. So hilft uns die Massage über die belastenden Anforderungen des Alltags hinweg und bringt uns in Form für neue Aktivitäten.

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