Fußballgolf: die Fun-Kombi aus Kicken und Golf

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Den einen ist Fußball zu „prollig“ oder zu „körperbetont“, anderen ist Golf zu „elitär“. Eine Kombination beider Sportarten jedoch kann die verschiedenen Lager mit viel Spaß zusammenführen – beim Fußballgolf. Deshalb fällt dieser neue Trendsport auch in die Kategorie „Funsport“. Denn eines ist dabei garantiert: jede Menge gute Laune. Außer man nimmt den Wettbewerbsgedanken zu ernst und ärgert sich über die eigene Ungeschicklichkeit.

Denn darum geht es beim Fußballgolf, um Kicken mit Gefühl. Als hätte man die berühmte Torwand des ZDF flachgelegt. Die Aufgabe der Akteure besteht darin, das Spielgerät, einen Fußball, nur mit dem Fuß von einem Abschlagpunkt aus mit möglichst wenigen Tritten in ein festgelegtes Ziel zu befördern. Hier wird die Analogie zum Golf deutlich.

Die setzt sich bei der Zählweise fort: Für jede Bahn ist eine bestimmte Vorgabe an Schüssen festgelegt, die sich an der Leistungsfähigkeit guter Spieler orientiert. Wer ebenso viele Kicks benötigt, um den Spielball „einzulochen“, spielt „Par“ – wie beim Golf. Wer mehr Versuche braucht, ist „über Par“, die Cracks, die weniger Versuche benötigen, bleiben „unter Par“. Am Ende gewinnt, wer mit den wenigsten Schüssen „einlochte“. Dieses Prinzip dürfte den meisten auch vom Minigolf her bekannt sein. Gleiches gilt für die Regel, dass derjenige Strafpunkte erhält, der mit der festgelegten Höchstzahl an Kicks den Ball nicht ins Ziel gebracht hat: Er oder sie bekommt noch Strafpunkte obendrauf. Konkret kann das dann so aussehen: Auf einer Bahn, für die „Par 5“ vorgegeben ist, werden dem Spieler nach 15 misslungenen Versuchen 20 Punkte aufgeschrieben.

Ähnlich wie beim Minigolf sorgen auch beim Fußballgolf – oder Soccergolf, wie sich der Trendsport ebenfalls nennt – Hindernisse auf den Bahnen für wachsende Anforderungen. Wie diese Hindernisse durch-, über- oder unterspielt werden sollen, ist festgelegt. Wer die Aufgabe nicht schafft, muss mit seinem Ball meist immer wieder an einen bestimmten Ausgangspunkt zurückkehren, um es von dort aus erneut zu versuchen.

Gespielt wird Fußballgolf in der Regel auf eigens dafür angelegten Plätzen. Diese Anlagen sind übrigens meist so groß, dass von den Spielern auch platzierte Distanzschüsse verlangt werden. So bieten große Fußballgolf-Plätze ebenfalls 18 Bahnen, wie die meisten Golfplätze, und es sind Distanzen zwischen 50 und 300 Metern zu überbrücken. Am Ende der Bahnen befinden sich gleichfalls 18 „Löcher“, beim Fußballgolf in Form von Ringen, die den Zielpunkt darstellen. Man kann sich aber auch selbst einen Parcours mit Hindernissen in Parks oder auf einem Sportplatz abstecken und sich dort in der Geschicklichkeit am Ball messen.

Wer jetzt möglicherweise meint, Fußballgolf sei mehr ein Wettbewerb für technisch besonders versierte Kicker, übersieht den Spaß, den alle Beteiligten bei dieser neuen Trendsportart haben. Und Hand aufs Herz: Beim Minigolf treten auch nicht nur Cracks à la Bernhard Langer oder Tiger Woods gegeneinander an. Vielmehr stehen Fun und Bewegung in der frischen Luft im Vordergrund. Genau wie beim Fußballgolf!

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