Fit, schlank und zufrieden – radelnd ins Wohlbefinden

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Nur wenige Sportarten sind zugleich so vorteilhaft für unser körperliches, geistiges sowie seelisches Wohlbefinden und lassen sich dabei so einfach in den Alltag integrieren wie das Radfahren. Das hört und liest man allenthalben. Doch was ist dran an diesem Tipp, der eine umfassende Verbesserung der allgemeinen Fitness verspricht?

Die Liste der positiven Effekte für Gesundheit und Stimmung ist tatsächlich lang: Wer regelmäßig aufs Rad steigt, stärkt unter anderem sein Herz-Kreislauf ebenso wie sein Immun-System, verbessert seine Durchblutung sowie die Funktion der Lunge, baut schädliches Cholesterin ab und verbraucht Kalorien. Gleichzeitig trainiert Radeln wichtige Muskeln, senkt den Stresslevel, hebt die Stimmung und regt das Hirn an. Und das alles im Schongang für die Gelenke. Was will man noch mehr?

„Eh du’s merkst, bist Du Eddy Merckx“, lästerte Frankreichs Schauspiel-Schwergewicht Gerad Depardieu in einem seiner ganz frühen Filme über das Radfahren. Doch um leistungssportliches Training geht es bei unserem Ritt auf dem Drahtesel nicht. Und den bis heute als erfolgreichsten Radprofi eingestuften Belgier zu erreichen, ist ja auch kein realistisches Ziel. Dieses sollte für Otto Normalradler vielmehr darin bestehen, möglichst regelmäßig in die Pedale zu treten, sei es bei den alltäglichen Erledigungen, sei es bei einer Entspannungsrunde „um den Block“ oder beim Ausflug mit Familie bzw. Freunden am Wochenende. Mäßig, aber regelmäßig sollte das Motto sein, um von den positiven Effekten der Bewegung auf dem Zweirad größtmöglich zu profitieren.

Deshalb ist es auch nicht vorteilhaft, beim Radfahren im sogenannten großen Gang zu ackern, um auf Geschwindigkeit zu kommen und sich dann streckenweise entspannt rollen zu lassen. Als sinnvoller und effektiver empfehlen Mediziner und Sportwissenschaftler, in einem leichten Gang kontinuierlich und ohne zu große Belastung in die Pedale zu treten. Denn die Bewegung zählt. Sie kann schon bei nur zehn Minuten pro Etappe Körper und Geist gut tun. Als ideal gelten mindestens 30 Minuten Radfahren am Tag bzw. zweieinhalb Stunden in der Woche.

Wer sein Auto öfter mal stehen lassen und zum eigenen Vorteil sein Rad benutzen will, sollte diesem ebenfalls einen jährlichen Check beim Fachmann zukommen lassen. Denn Bremsen und Licht müssen einwandfrei funktionieren. Außerdem kann der Fachhändler prüfen, ob die Sitzposition stimmt. Selbst achten muss man allerdings auf die passende Bekleidung auf dem Rad, die vor Wind und Wetter schützen sowie aus einem sicherheitsgeprüften Fahrradhelm bestehen sollte. Dann kann es losgehen – und zwar für fast alle. Auch ältere und übergewichtige Menschen, bisherige „TV-Sportler“ und Rekonvaleszenten können auf dem Rad ihr Wohlbefinden deutlich verbessern. Und dabei fröhlich Pfunde purzeln lassen.

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