American Football mit der Scheibe: das ultimative Frisbee

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Sie gehören längst zum „Inventar“ von Naherholungsgebieten, Stadtparks, Stränden und vielfach auch dem heimischen Garten: Frisbee-Spieler, die sich eine Flugscheibe aus Plastik zuwerfen. Allein das sorgt schon für Spaß und Bewegung. Frisbee ist jedoch inzwischen auch der Oberbegriff für zahlreiche sogenannte Disc-Sportarten. Als „Königsdisziplin“ in diesem Bereich gilt das „Ultimate Frisbee“, bei dem zwei Mannschaften im Wettkampf gegeneinander antreten.

Das Spiel hat seinen Ursprung – fast ist man geneigt zu sagen „wie könnte es auch anders sein“ – in den USA und wird dort sowohl im Freien wie auch „indoor“ betrieben. Die draußen sieben und in der Halle fünf Mitspieler umfassenden Teams versuchen, die Wurfscheibe jeweils in die „Endzone“ der gegnerischen Mannschaft zu bringen. Dafür erhalten sie dann einen Punkt. Die Endzonen sind der jeweils 15 bis 20 Meter tiefe Abschluss des Spielfeldes, das etwa die Länge und die halbe Breite eines Fußballplatzes hat.

Zwischen diesen Endzonen findet der eigentliche Wettkampf statt. Der Spieler, der im Besitz der Scheibe ist, die hierbei nicht mehr Frisbee, sondern „flying disc“ heißt, hat zehn Sekunden Zeit, diese zu werfen. Seine Team-Kollegen müssen seinen Pass möglichst fangen, je weiter in der Spielhälfte des Gegners desto besser. Das ist in der Regel mit viel Laufarbeit verbunden. Wer die Disc gefangen hat, muss stehen bleiben. Ihm ist nur noch ein sogenannter Sternschritt wie im Basketball erlaubt.

Wird die Scheibe nicht von einem Teammitglied gefangen und landet auf dem Boden oder bei der gegnerischen Mannschaft, geht der Scheibenbesitz und damit die Möglichkeit zum Angriff auf sie über („Turnover“). Aus der Spielbeschreibung wird schon deutlich, dass das „Ultimate Frisbee“ seine Ursprünge in einer Kombination von American Football und Basketball hat.

Auch wenn das „Ultimate Frisbee“ weitestgehend ohne Körperkontakt zwischen den Mitspielern abläuft, ist es dennoch eine körperbetonte Sportart. Denn es ist ausgesprochen laufintensiv sowie dynamisch. Und damit ein ausgezeichnetes Mittel, um Pfunde zu verlieren und dem Herz-Kreislauf-System etwas Gutes zu tun. Eine spezielle Besonderheit hebt das „Ultimate Frisbee“ übrigens von allen anderen Wettkampfsportarten ab: Es kommt ohne Schiedsrichter aus. Stattdessen regeln die Spieler Regelverstöße untereinander - und zwar nicht mit einem Duell um „High Noon“ oder einer Massenprügelei wie etwa beim Eishockey, sondern gütlich. Das fördert das Verständnis von Fairness und gegenseitigem Respekt. Denn es wird erwartet, dass kein Spieler den anderen absichtlich verletzt. Somit tut die Wettkampfsituation auch dem Wohlbefinden bei diesem Sport keinen Abbruch!

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